DUM NR. 37 ZUM THEMA ÖSIS & PIEFKES

FREITAG, 24. MÄRZ 2006
ORT: ULNÖ (STEINER LANDSTR. 3, 3504 KREMS)
BEGINN: 20 UHR ** EINTRITT: EUR 7,- / ERMÄSSIGT EUR 5,-
ÖSIS & PIEFKES – KLASSISCHE KLISCHES
Österreichische Gemütlichkeit gegen Deutsche Disziplin, Wiener Charme gegen Berliner Schnauze? Sind die ÖsterreicherInnen die besseren Deutschen oder ist Österreich (nicht nur geographisch) bloß der kleine Bruder / die kleine Schwester?

DUM 37 versucht dieser Frage auf den Grund zu gehen. Zur Präsentation lesen drei junge AutorInnen aus Österreich, Italien und Tschechien, die irgendwo zwischen Österreich und Deutschland leben und schreiben.

Jørg Zemmler, 2004 kurzprosa- und gedichtband „leihworte“ (gedichtiges und -un) sowie musikcompactdisc „leihtöne“ (be- und ver- tontes) bei edition ch, Wien. 2004 auch bei „17 jahre ohne sex“, edition a. musikalisch u. a. bei BOB („yes for sure“ auf fm4 soundselection 13). (erfolgreicher) poetry slammer. lesungen. veröffentlichungen in literaturzeitschriften. geboren in südtrirol, jetzt in wien. lebt und arbeitet lieber ungewöhnlich.

Gerhild Steinbuch, 1983 in Mödling geboren, studiert Szenisches Schreiben und Jura in Graz. Von 1994-1998 war sie Mitglied der Jugendliteraturwerkstatt Graz und einige Male Preisträgerin der zugehörigen Wettbewerbe. Ihre Texte erschienen in verschiedenen Tageszeitungen. Außerdem war sie Redaktionsmitglied und Sendungsgestalterin bei Radio Helsinki Graz. 2003 wurde Gerhild Steinbuch mit dem Retzhofer Literaturpreis ausgezeichnet und gewann im gleichen Jahr den Stückewettbewerb der Schaubühne am Lehniner Platz, Berlin mit „kopftot“, das 2004 im Rahmen des Festival Internationale Neue Dramatik an der Schaubühne gelesen wurde. Für die Arbeit an ihrem zweiten Stück, „Nach dem glücklichen Tag“, erhielt Gerhild Steinbuch im Mai 2004 von der Abteilung Kultur und Wissenschaft des Landes Niederösterreich ein Aufenthaltsstipendium in Slowenien.

Ebenfalls 2004 nahm sie an der Summer School des Royal Court Theatre, London, sowie an den Werkstatttagen des Wiener Burgtheaters teil und erhielt das Literaturstipendium der Stadt Graz. Gerhild Steinbuch erhielt das Stipendium für Nachwuchsautorinnen der Hermann-Lenz-Stiftung 2005 und war im gleichen Jahr für den Ingeborg-Bachmann-Preis nominiert. Ebenfalls 2005 wurde sie mit dem Reinhard-Priessnitz-Preis des österreichischen Bundeskanzleramts ausgezeichnet. Ihr drittes Stück, „schlafengehn“, hat im Frühjahr 2006 am Schauspiel Essen seine Premiere.

Jaroslav Rudis, wurde 1972 in Nordböhmen geboren, studierte Deutsch und Geschichte in Prag, Zürich und Berlin. Er hatte zahlreiche Jobs, als Lehrer, Vertreter einer tschechischen Brauerei in Deutschland, Bäcker in den Alpen, Hotelportier, als DJ und Manager einer Punkband. Heute ist er Kulturredakteur der Tageszeitung „Pravo“ und schreibt Prosa, Kurzgeschichten und Songtexte für sein Rockband U-Bahn. Jaroslav Rudis lebt in Prag.

2004 erschien auf Deutsch bei Rowohlt Berlin sein hochgelobtes Debüt „Der Himmel unter Berlin“ (Übersetzung: Eva Profousová), ein comicartiger Berlin-Roman aus der U-Bahn-Perspektive, der von Andreas Rosenfelder in der FAZ als „angenehm unaufgeregt“ rezensiert wurde.

Zusammen mit dem Comiczeichner Jaromir 99 schuf Rudis auch die Comicfigur Alois Nebel. Im Herbst 2005 ist der bereits dritte und auch letzte Band „Zlate Hory“ der Abenteuer um den tschechisch-deutschen Fahrdienstleiter aus einem kleinen und nebeligen Bahnhof in Sudetenland erschienen. Alois Nebel ist geistig krank und in seinen Halluzinationen erlebt er die dramatische Geschichte des ganzen 20. Jahrhunderts wieder. Mehr unter www.aloisnebel.com.
Rudis arbeitet jetzt auf seinem neuen Roman „Grandhotel“, der im Mai 2006 auf tschechisch erscheint.


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